Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte, 1. August 1975

Geschichte

Mitten im Kalten Krieg fanden sich am 3. Juli 1973 die Vertreter von 15 NATO-Staaten, 7 Staaten des Warschauer Paktes und 13 neutralen Ländern zur Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) zusammen. Die Verhandlungen dauerten fast zwei Jahre. Am Ende jedoch stand ein Dokument, das für die europäische Sicherheitsarchitektur wegweisend werden sollte: Die KSZE-Schlussakte von Helsinki. Nach dem Ende der Blockkonfrontation wurde die „Konferenz“ zu einer „Organisation“, aus der KSZE die OSZE - mit heute 57 Teilnehmerstaaten von A wie Albanien bis U wie Usbekistan.

Ziele

Zu den wichtigsten Zielen der OSZE gehören: Die Schaffung von umfassender und ungeteilter Sicherheit, Konfliktverhütung und Konfliktmanagement in allen Phasen von Konflikten und Krisen im OSZE-Raum, der Schutz von Menschenrechten, demokratischen und rechtsstaatlichen Standards als Beitrag zu Sicherheit und Stabilität, Abrüstung, vertrauensbildende Maßnahmen sowie Terrorismusbekämpfung.

OSZE-Sekretariat in Wien, Wallnerstrasse 6, 1010 Wien

Instrumente und Institutionen

Beschlussfassende Gremien der OSZE sind das Treffen der Staats- und Regierungschefs (zuletzt 2010), der Ministerrat (jährliche Treffen), der aus den Ständigen Vertretern bei der OSZE in Wien bestehende Ständige Rat, der mindestens einmal pro Woche tagt, sowie das wöchentlich tagende Forum für Sicherheitskooperation mit eigener Beschlusskompetenz in politisch-militärischen Fragen.

OSZE-Beobachter in der Nähe von Mariupol: Deutschland unterstützt die Mission

OSZE-Feldmissionen und -aktivitäten

Die Missionen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit sind ein wichtiges Instrument der multilateralen Diplomatie im Bereich der Konfliktverhütung und der Krisenbewältigung.

Blick ins Magazin

Konferenzen und Dokumente

In der über 40-jährigen Geschichte der KSZE/ OSZE hat es eine Vielzahl grundlegender Dokumente und Beschlüsse gegeben, die nicht nur die Gestalt und die Arbeit dieser Organisation verändert haben, sondern auch ein neues Verständnis von Sicherheit und Kooperation gefördert haben. Kristallisationspunkte dieses Prozesses waren hochrangige Konferenzen, Ministertagungen und Gipfeltreffen, die die Geschichte der OSZE prägen.

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft

Um die Beteiligung akademischer Einrichtungen an den sicherheitspolitischen Diskussionen der OSZE zu stärken, rief Außenminister Guido Westerwelle 2011 gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen und Russland die IDEAS-Initiative ins Leben (IDEAS: Initiative for the Development of a Euro-Atlantic and Eurasian Security Community). Diese wird getragen von wissenschaftlichen Instituten aus den vier beteiligten Ländern und veröffentlichte im Oktober 2012 ihren Bericht "Towards a Euro-Atlantic and Eurasian Security Community. From Vision to Reality".

Webseite Centre for OSCE Research (CORE)

OSCE-Network

IDEAS wurde 2013 um 19 weitere wissenschaftliche Institute aus den verschiedenen OSZE-Teilnehmerstaaten erweitert. Das neue Netzwerk trägt den Namen „OSCE Network of Think Tanks and Academic Institutions“. Es wird derzeit geleitet von Dr. Wolfgang Zellner vom Zentrum für OSZE Forschung (CORE) in Hamburg.

weitere Informationen (en)

OSZE

Flaggen

OSZE

Auswärtiges Amt, Berlin

Weiterführende Informationen zur OSZE finden Sie auch auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes sowie der OSZE:

Auswärtiges Amt

OSZE (en)

Security Community

Security Community ist das Magazin der OSZE. Entdecken Sie hier die aktuelle Ausgabe.