Erster Runder Tisch zum Konfliktzyklus unterstreicht Bedeutung von Vermittlung und Dialog als zentrale Instrumente der OSZE

Am 18. März fand in Wien der erste von vier Runden Tischen zum Konfliktzyklus statt. Diese vom deutschen OSZE-Vorsitz in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat organisierte Veranstaltungsreihe soll einen Austausch zwischen den OSZE-Teilnehmerstaaten zur weiteren Stärkung von OSZE-Fähigkeiten in den Bereichen Frühwarnung, Konfliktprävention, Krisenmanagement und Konfliktnachsorge befördern. Der erste Runde Tisch widmete sich dem Themenkomplex Mediation, Dialogerleichterung und Mediationsunterstützung.

Gesandtin Christine Weil und Dr. Neukirch Bild vergrößern Gesandtin Christine Weil und Dr. Neukirch (© StäV) In ihren Einführungsworten stellte Gesandtin Christine Weil das Ziel des deutschen OSZE-Vorsitzes heraus, auf Grundlage eines offenen und interaktiven Meinungsaustauschs, konkrete Schritte aufzuzeigen, wie die OSZE ihre Fähigkeiten, schnell und effektiv auf sich entwickelnde Krisen zu reagieren und Konflikte dauerhauft beizulegen weiter befördern kann.

Die Veranstaltung offenbarte die breite Unterstützung der Teilnehmerstaaten für die Vermittlungstätigkeit der OSZE und den in den vergangenen drei Jahren realisierten Aufbau einer Mediationsunterstüzungseinheit im OSZE Konfliktverhütungszentrum. Die Leiter der Einrichtungen für Mediationsunterstützung in den VN, der EU und der Schweiz teilten wertvolle Erfahrungen über die Klippen und Hürden, die sie bei dem Aufbau solcher Strukturen zu überwinden hatten und gaben der OSZE wichtige Anregungen für die weitere Arbeit. Die Diskussionen zeigten zudem, dass die Rolle von Frauen in Vermittlungsprozessen weiter gestärkt werden sollte und die Schaffung von Kapazitäten für Vermittlung und Dialog innerhalb betroffener Gesellschaften stärker in den Fokus gerückt werden sollte.

Die nächsten Arbeitssitzungen des Runden Tisch zum Thema Frühwarnung finden am 3. Juni sowie am 15. Juli statt.