Jungdiplomaten aus Zentral- und Südasien zu Gast bei der OSZE

Botschafter Eberhard Pohl begrüßte am 16. September eine Delegation von Jungdiplomaten aus Zentral- uns Südasien in der Wiener Hofburg. Die 15 Jungdiplomaten sind Teil der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amtes und besuchten unter Leitung von Botschafter a.D. Ortwin Hennig die OSZE, wo sie Einblicke in die Ziele und die Arbeitsweisen dieser Sicherheitsorganisation erhielten.

Den Auftakt machte ein Vertreter des Krisenverhütungszentrums der OSZE, David Campion, der den Diplomaten in seinem Vortrag nicht nur die Grundpfeiler der OSZE näherbrachte, sondern auch über aktuelle Herausforderungen wie die Beobachtermission SMM in der Ukraine berichtete. Darauf folgte ein Besuch in der Sitzung des Forums für Sicherheitskooperation, in dem jede Woche alle 57 OSZE-Staaten über wichtige Themen der politisch-militärischen Dimension der OSZE beraten. Ein zentrales Thema auf der Tagesordnung dieses Mal: Der internationale Vertrag über Waffenhandel (ATT) – ein Thema, das auch anschließend für lebhafte Diskussion unter den Besuchern sorgte.

Die Gesandtin der deutschen OSZE-Vertretung, Fr. Christine Weil, stellte sich abschließend den Fragen der Gruppe. Unter anderem interessierte die Diplomaten, wie eine Organisation, die nach dem Konsens-Prinzip arbeitet, zu Beschlüssen kommt und Blockaden überwindet. Das sei die Kernaufgabe der Diplomatie, so die deutsche Gesandtin: Immer wieder miteinander über Probleme zu sprechen und so Lösungswege gemeinsam, nicht gegeneinander zu erarbeiten. Das notwendige Rüstzeug dafür sei zweifellos die Gabe großer Geduld … und gute Argumente.

Zur Mittagszeit kamen alle Teilnehmer des Trainingsprogramms in der Cafeteria der Hofburg zusammen, wo sie von Botschafter Pohl willkommen geheißen wurden. In informeller Runde wurde der Dialog mit deutschen Diplomaten der Wiener OSZE-Mission wie auch mit weiteren OSZE-Kennern vertieft: Erfreulicherweise waren mittags Vertreter der turkmenischen, kirgisischen, tadschikischen sowie afghanischen Delegationen in Wien ebenfalls zur Gruppe gestoßen und konnten Ihren Kolleginnen und Kollegen aus ihren Heimatländern aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten.

Im Anschluss an den Besuch bei der OSZE ging es aus der Wiener Innenstadt über die Donau hinweg zum Sitz der Vereinten Nationen, wo die deutsche Vertretung bei den Internationalen Organisationen in Wien das spannende Programm fortsetzte.

Jungdiplomaten aus Zentral- und Südasien zu Gast bei der OSZE

Jungdiplomaten aus Zentral- uns Südasien

Internationale Diplomatenausbildung

Junge Diplomaten und Führungskräfte aus Schwellenländern zu Gast in Berlin

Mit der Internationalen Diplomaten- ausbildung werden junge ausländische Diplomatinnen und Diplomaten eingeladen, schon am Beginn ihrer Karriere in Deutschland berufliche Erfahrungen zu machen, Positionen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Ins Leben gerufen wurde die Internationale Diplomatenausbildung 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges, als mit Programmen für Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa der Aufbau Auswärtiger Dienste in den jungen Demokratien gestärkt werden sollte. Später folgten unter anderem Lehrgänge für Afghanistan, den Nahen und Mittleren Osten, für Lateinamerika, Irak, Afrika, Asien, China, Westbalkan, Belarus, und die Ukraine. Insgesamt werden inzwischen über fünfzehn Kurse für rund 180 Länder angeboten.

Jedes Jahr sind etwa 300 Diplomatinnen und Diplomaten aus aller Welt zu Gast in Berlin. Und immer noch übersteigt die Nachfrage bei Weitem die Kapazitäten.

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