Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2015 an die OSZE

Verleihung Kaiser-Otto-Preis 2015 an die OSZE Bild vergrößern Der Aussenminister von Serbein, Ivica Dačić, empfaengt den Kaiser-Otto-Preis 2015 fuer die OSZE vom Oberbuergermeister von Magdeburg, Lutz Truemper. (© Michael Gottschalk/photothek.net)

Am 19. September wurde im Rahmen eines Festaktes im Magdeburger Dom der Kaiser-Otto-Preis an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überreicht. 

Mit dem Kaiser-Otto-Preis würdigt die Stadt Magdeburg im Andenken an Kaiser Otto den Großen seit 2005 Persönlichkeiten und Organisationen, die sich um den europäischen Einigungsprozess und die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben. 

An dem Festakt nahmen auch die drei Außenminister teil, die die sogenannte OSZE-Troika bilden: Der amtierende Vorsitzende und serbische Außenminister Ivica Dačić, der vorherige Vorsitzende und schweizerische Außenminister Didier Burkhalter, und der künftige Vorsitzende, der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Außenminister Steinmeier hielt anlässlich der Preisverleihung eine Laudatio.

In diesem Jahr wurde die OSZE für ihren Beitrag zur politischen Krisenbewältigung und Konfliktprävention in Europa sowie für ihre Vermittlerrolle im Konflikt in der Ostukraine ausgezeichnet.

Vor Beginn der Preisverleihung trafen sich die drei Außenminister zu einem Gespräch. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Entwicklungen in der Ostukraine sowie die Arbeit der dortigen OSZE-Überwachungsmission SMM. Im Anschluss an das Gespräch fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt. 

Dabei sagte Außenminister Steinmeier unter anderem: "Wir haben das erste Mal seit vielen Monaten einen Waffenstillstand in der Ostukraine, der zu einer deutlichen Beruhigung der Lage geführt hat. Das macht noch nicht alles
einfacher, insbesondere die Frage, wie es jetzt weitergeht." So bleibe die Durchführung der Lokalwahlen noch schwierig. 

Aber mit Blick auf die Arbeit der OSZE zeigte sich Steinmeier überzeugt: "Wir wären mit Blick auf die Ukraine nicht da, wo wir sind, ohne die OSZE".

Rede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises an die OSZE, Dom zu Magdeburg

Pressemitteilung der OSZE anlässlich der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2015 an die OSZE (en)

Verleihung des Kaiser-Otto-Preises 2015 an die OSZE

Magdeburger Dom

Der Kaiser-Otto-Preis

Der Kaiser-Otto-Preis wurde 2005 aus Anlass des 1200-jährigen Stadtjubiläums zum ersten Mal vergeben. Damals wurde am 7. Mai, dem Todestag Ottos I., die Auszeichnung der Kaiser-Otto-Stiftung an dessen Grablege im Magdeburger Dom an Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker verliehen. Zu den bisherigen Preisträger gehören seitdem unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesminister a.D. Egon Bahr.

Mehr Informationen zum Kaiser-Otto-Preis:

Website der Stadt Magdeburg