„Words into Action“ Handeln gegen Antisemitismus

Polizisten vor Synagogen, jüdischen Schulen und Cafés gehören in vielen Ländern zum Alltag jüdischen Lebens. Wie wird man den Sicherheitsbedürfnissen jüdischer Gemeinden gerecht und wie geht man am besten mit antisemitische Hassverbrechen um?

Antworten auf diese Fragen gibt ein Leitfaden, der am 15. Mai in der Parlamentarischen Gesellschaft im Deutschen Bundestag vorgestellt wurde.  Die Publikation trägt den Titel: „Anstisemitische Hassverbrechen begegnen – jüdische Gemeinden schützen“.  Sie erläutert die Hauptmerkmale von Hassverbrechen und gibt Handlungsanleitungen für Regierungen, aber auch die Zivilgesellschaft, wie sie am besten auf Hassverbrechen reagieren und die Sicherheitsbedürfnisse jüdischer Gemeinden erfüllen können, indem z.B. Lücken bei der Erfassung von antisemitischen Hassverbrechen geschlossen werden.

Michael Link bei der Präsentation des Leitfadens Bild vergrößern Michael Link bei der Präsentation des Leitfadens (© OSCE/Jan Zappner)

Der Leitfaden wurde im Rahmen des Projekts „Taten statt Worte“ („Turning Words into Action“) entwickelt, das der Prävention und dem Kampf gegen Antisemitismus dient. Dieses Projekt steht unter der Leitung des Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) der OSZE und ist mit 5 Millionen Euro das größte je von ODIHR durchgeführte Projekt. Das Projekt wird ausschließlich mit Sondermitteln vom Deutschen Bundestag gefördert.

Bei der Präsentation des Leitfadens in Berlin haben u.a. der deutsche OSZE-Sonderbeauftragte Gernot Erler, der Direktor von ODIHR, Michael Georg Link sowie die Bundestagsabgeordnete Doris Barnett Eröffnungsreden gehalten.

Erfahren Sie hier mehr zur Präsentation des Leitfadens (in englischer Sprache)

Hintergrund:  Alle OSZE-Teilnehmerstaaten haben sich verpflichtet, insbesondere dem Antisemitismus, aber auch jeglichen anderen Formen der Hasskriminalität gegen Individuen oder Gemeinschaften entschlossen entgegenzutreten. Basis dieses Prozesses ist die „Berliner Erklärung“ der OSZE von 2004. Darin haben die OSZE-Staaten die Gefahr für Stabilität und Sicherheit in der OSZE-Region, die von Antisemitismus ausgeht, erkannt und sich in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft verpflichtet, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

„Words into Action“

Der Leitfaden als Download

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Rede von Dr. Gernot Erler

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Das Projekt "words into action"

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